Mit Ergotherapie mitten im Leben – unsere Praktikantinnen stellen sich vor
30. September 2025
Lotta Voegels und Camilla Reckenfelderbäumer haben im Rahmen ihrer Berufsausbildung zur Ergotherapeutin ein Fachpraktikum mit 11 Wochen Dauer in der WIR gGmbH absolviert.
Die Berufsausbildung dauert 3 Jahre und ist hauptsächlich eine schulische Ausbildung. 4 Fachpraktika sind insgesamt in der Ausbildung vorgesehen in verschiedenen Bereichen.
Die Ausbildung zur Ergotherapeutin bzw. zum Ergotherapeuten ist vielseitig und verbindet medizinische, pädagogische und kreative Elemente. Ziel ist es, Menschen in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken – sei es im Alltag, im Beruf oder in sozialen Zusammenhängen. Dabei geht es nicht nur um Therapie im klassischen Sinn, sondern vor allem um Teilhabe und Selbstbestimmung.
Unsere beiden Praktikantinnen erlebten diesen Ansatz hautnah: „Hilfe zur Selbsthilfe, Unterstützung, Organisation und Vermitteln bei Reibereien, waren so die allgemeinen Tätigkeiten“, erzählt eine der Praktikantinnen. „Im Vergleich zu anderen Ergotherapie-Bereichen gibt es bei der Arbeitstherapie auch organisatorische und wirtschaftliche Tätigkeiten.“
Auch die Atmosphäre wird positiv hervorgehoben: „Die offene und herzliche Art der Beschäftigten hat es mir leicht gemacht, hier anzukommen. Man merkt, dass die Beschäftigten sich hier wohl fühlen.“
Während ihres Einsatzes übernehmen die Praktikantinnen unterschiedliche Tätigkeiten, begleiteten Beschäftigte in Arbeitsprozessen und bringen eigene Ideen ein. „Gefreut hat mich, dass die Beschäftigten ein Vertrauen zu mir aufgebaut haben. Es war spannend, verschiedene Lebensrealitäten und den Umgang damit kennenzulernen.“, berichtet eine Praktikantin. Zum Ende des Praktikums mussten die Praktikantinnen eine prüfungsrelevante Sichtstunde abhalten. „Besonders rührend war, dass die Beschäftigten sich auch um uns gekümmert haben, haben die Daumen gedrückt und nachgefragt, wie es gewesen ist.“
Die beiden haben bereits erste Vorstellungen, wohin es beruflich einmal gehen könnte. „Ich könnte mir gut vorstellen, später in einer Werkstatt oder in einem Wohnheim für psychisch Kranke zu arbeiten.“ Die zweite Praktikantin ergänzt: „Mich zieht es vielleicht eher in den pädagogischen Bereich mit älteren Kindern – aber die Erfahrungen hier sind für meine Ausbildung unglaublich wertvoll.“
Am Ende sind sich beide einig: „Wir nehmen aus unserer Zeit bei der WIR gGmbH nicht nur viel praktische Erfahrung mit, sondern auch die Erkenntnis, wie wichtig und bedeutsam Arbeit für die Identität und Selbstverwirklichung der Menschen mit Behinderung ist.“
Alle Werkstattbeschäftigten und Angestellten haben sich sehr gefreut über Ihren engagierten Einsatz bei der WIR, liebe Frau Reckenfelderbäumer und Frau Voegels. Für das anstehende Examen wünschen wir nur das Beste!
